Olympus Herbst Promotion – 01.10.2015 – 31.01.2016

Von 1. Oktober 2015 bis 31. Jänner 2016 gibt es wieder eine Herbst-Winter-Promotion beim Kauf von Olympus OM-D Kameras und Objektiven.

Weitere Informationen gibt es HIER

Olympus Capture – Tethering Software für Profifotografen

Zusammen mit dem Firmwareupdate für die Olympus E-M1 und E-M5 Mark II kommt Ende November 2015 auch ein Update der Tethering Softare OLYMPUS CAPTURE.

Bei Olympus Capture handelt es sich um eine Tethering-Anwendung, die kompatible Olympus-Produkte mit einem Mac oder PC verbindet und Ihnen nützliche Funktionen bietet, die die Studiofotografie zum Erlebnis machen.Mit dieser Anwendung können Sie die Verschlussauslösung steuern, Kameraeinstellungen vornehmen, und Fotos von der Kamera selbst oder vom verbundenen Computer übertragen.

Man kann die übertragenen Fotos entweder mit der olympuseigenen Software VIEWER 3 bearbeiten oder natürlich auch mit Adobe Lightroom bzw. Adobe Camera RAW und Capture One Pro 8 von Phase One.

Leider unterstützen weder Lightroom noch Capture One die direkte Übertragung von Bildern aus Olympus Kameras, jedoch gibt es eine bessere Möglichkeit, die sogar weitaus mehr Funktionen bietet, nämlich Olympus Capture im Hintergrund laufen zu lassen, in Lightroom oder Capture One einen Ordner für den automatischen Import zu definieren und dann kann es auch schon losgehen. In beiden Fällen werden die Fotos sofort nach der Übertragung durch Olympus Capture in Lighroom oder Capture One angezeigt und können sofort bearbeitet werden. Dabei erfolgt die Übertragung in der Regel störungsfrei und schnell. RAWs, die aufgrund der Geschwindigkeit beim shooting 🙂 noch nicht übertragen sind, bleiben im Puffer der Olympus E-M1, der großzügig dimensioniert ist und werden zuverlässig nach und nach übertragen. Muss man die Kamera während dem shooting einmal abschalten oder man trennt die Verbindung, kann man Olympus Capture einfach auf dem Rechner weiterlaufen lassen. Verbindet man die Kamera dann wieder mit dem Rechner, wird die Kamera wieder von Olympus Capture erkannt und es kann sofort mit dem shooting weitergehen. In Kürze werde ich einen Beitrag schreiben, in dem es um die Zusammenarbeit zwischen Olympus Capture und PhaseOne Capture One Pro 8 geht. Ein weiterer Beitrag folgt für Adobe Lightroom.

Was Olympus Capture außerdem auszeichnet, ist die Möglichkeit der Bildkontrolle VOR der Aufnahme. Man verlegt die LiveView Ansicht sozusagen auf den Mac/PC, kann alle Kameraparameter von der Software aus steuern und sieht sofort die Auswirkungen. Weiters können auch Systemblitze von Olympus über diese Software remote gesteuert werden. Die Auslösung der Kamera kann entweder von der Kamera aus geschehen oder aus Olympus Capture heraus. Ich habe die Software seit einiger Zeit zusammen mit meiner E-M1 im Einsatz und verwende sie hauptsächlich in Kombination mit Capture One und bin von der Lösung, die Olympus mit dieser Software für Profifotografen anbietet sehr zufrieden.

Weitere Informationen zu Olympus Capture und die Release Notes zur neuen Softwareversion gibt es HIER

Capture One Pro 8.3 – HighRes RAWs – Olympus E-M5 Mark II

PhaseOne Capture One Pro ist eine hochprofessionelle Software zur Verwaltung und Bearbeitung von RAW-Dateien und wird von vielen Profifotografen bevorzugt eingesetzt.

Natürlich können auch RAW-Dateien aller aktuellen digitalen Olympus Spiegelreflex- und OM-D/PEN Systemkameas (Ausnahme: E-M10 MKII) bearbeitet werden, es gibt für so gut wie alle wichtigen Olympus-Objektive eigene Profile und seit Version 8.3 kann man auch anstandslos mit HighRes RAW-Dateien aus der OM-D E-M5 Mark II ohne zusätzliches PlugIn und mit allen bekannten Bearbeitungstools uneingeschränkt arbeiten.

In den Release-Notes zur Version 8.3 sind alle kompatiblen Kameras und alle Objektivprofile aufgelistet.

Release Notes zu Capture One Pro 8.3 downloaden


So werden HighRes Fotos in der Olympus E-M5 Mark II realisiert:

Die E-M5 Mark II ermöglicht mit ihrer speziellen Multishot-Technik hochauflösende JPGs mit 40MPx und RAWs mit 63MPx. Der Auflösungsgewinn ist wirklich beeindruckend und die Ergebnisse moirefrei! Einzig die Motive und die Kamera dürfen sich während der HighRes Aufnahme nicht bewegen, da 8 Einzelfotos aufgenommen werden, zwischen denen der Aufnahmesensor mittels SensorShift, der auch bei der Bildstabilisierung zum Einsatz kommt, um 1/2 Pixel verschoben wird und anschließend in der E-M5 Mark II zu einer Aufnahme zusammengesetzt werden. Die Zeit für eine gesamte Aufnahmeserie mit 8 Fotos liegt derzeit noch bei mindestens 1 Sekunde bzw. wird entsprechend länger, wenn man z.B. Langzeitbelichtungen macht, da jedes der 8 Einzelfotos für die gleiche Zeit belichtet wird. Das Abspeichern der zusammengesetzten HighRes-Aufnahme dauert dann in etwa 2-3 Sekunden.
Die Kamera legt dabei eine RAW-Datei mit 16MPx ab und zusätzlich das aus den 8 Einzelaufnahmen zusammengesetztes HighRes-RAW mit 63 MPx. Wählt man die Option RAW+JPG, wird als drittes File noch ein JPG mit 40 MPx auf der SD-Karte gespeichert.

Olympus will die Aufnahme von HighRes Fotos natürlich weiter optimieren und arbeitet bereits an der nächsten Kamerageneration, wo diese Art von Aufnahmen auch aus der Hand möglich sein sollen. Man darf wieder einmal gespannt sein. Für statische Motive bringt diese Technik auch schon heute beeindruckende Ergebnisse, die mit jeder hochauflösenden DSLR mithalten können. Was mich nebenher noch mehr beeindruckt, ist die Tatsache, dass die Olympus m.Zuiko (mFT) und Zuiko (FT) Objektive genügend Auflösungsreserve haben um HighRes Fotos überhaupt zu ermöglichen. Wenn ich irgendwann demnächst die Möglichkeit habe, mir eine der aktuellen DSLRs mit 40 und mehr Megapixel auszuleihen, werde ich eine Vergleichsserie aufnehmen, einen kleinen Bericht darüber erstellen und die Bilder zum downloaden bereitstellen, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann.


Capture One Pro 8.3 kann mit der großen Datenmenge hervorragend umgehen und arbeitet (zumindest auf meinem MacBook Pro 13″ von 2010 mit 16GB RAM und 2 SSDs) ohne Probleme.

Wen es interessiert, der kann Capture One Pro kostenlos für 30 Tage ausgiebig testen:

Testversion von Capture One Pro 8.3 downloaden

Am 30.10.2015 veranstalte ich außerdem einen Capture One Pro Workshop, bei dem ich meinen persönlichen Workflow mit dieser RAW-Bearbeitungssoftware zeige:

Informationen zum Capture One Pro Workshop ansehen

 

Herzliche Grüße und Gut Licht
Karl Grabherr

Adobe Lightroom 6.2 unterstützt Olympus OM-D E-M10 Mark II RAW-Files

Ab sofort können mit der neuen Adobe Lightroom Version 6.2 bzw. CC 2015.2 auch RAW Files aus der Olympus OM-D E-M10 Mark II entwickelt werden.

Siehe Release Notes von Adobe:

https://blogs.adobe.com/lightroomjournal/2015/10/lightroom-cc-2015-2-now-available.html

Karl Grabherr Photography auf Flickr

Wenn Sie mehr Fotos von mir sehen möchten, schauen Sie doch auf meiner Flickr-Seite vorbei.

Olympus FotografInnen und alle, die nicht noch keine sind, aber daran interessiert sind, was sich mit Olympus Kameras bewerkstelligen lässt, finden hier jede Menge Bildbeispiele samt Exif-Daten, welche unter Umständen hilfreich sein können, wenn man sich z.B. für eine Kamera oder ein  Objektiv interessiert und wissen möchte, wie damit gemachte Fotos aussehen. Das hilft sicher auch bei der einen oder anderen Kaufentscheidung.

Sämtliche Fotos auf der Flickr-Seite sind bearbeitete RAW-Dateien, die ich entweder in Adobe Lightroom oder Phase One Capture One Pro bearbeitet habe. Die Bilder sind alle bei der Aufnahme entstanden und nicht im Computer aus mehreren Bildern zusammengesetzt worden. Einzig bei der RAW-Bearbeitung habe ich das eine oder andere Mal vieles aus den RAW-Dateien herausgeholt, was mit JPGs out of cam einfach nicht möglich gewesen wäre.

Zukünftig werde ich evtl. JPGs out of cam und bearbeitete RAW-Dateien gegenüberstellen, damit man erkennt, welches Potential im RAW-Format steckt.

Nun wünsche ich viel Spaß beim Durchstöbern und freue mich jederzeit auf Feedback oder die eine oder andere Frage zur Aufnahme- und Bearbeitungstechnik.

https://www.flickr.com/photos/karlgrabherr/

Gut Licht wünscht
Karl Grabherr

Scheimpflug war gestern, Olympus Focus Bracketing ist heute

Viele Jahre waren Großformatkameras wie z.B. eine Sinar F2 die einzige Möglichkeit um bei Produktaufnahmen durchgehende Schärfe vom Vorder-bis zum Hintergrund eines Motivs zu realisieren. Dabei wurde die Kamera nach dem Scheimpflug-Prinzip verstellt, indem man Objektebene, Objektivebene und Filmebene durch Verschwenktechnik an der Fachkamera so eingestellt hat, dass sich alle 3 Ebenen in einem (gedachten) Punkt schneiden (siehe Bild 1).

Verstellung einer Fachkamera nach dem Scheimpflug-Prinzip

Erfunden wurde dieses Prinzip übrigens von einem Österreicher, dem Hauptmann und Kartograph Theodor Scheimpflug (1865 – 1911).

Es gibt natürlich auch digitale Fachkameras, die diese Art der Verschwenkung ermöglichen, jedoch sind diese aufgrund ihres Preises in der Regel Profifotografen vorbehalten.

Will man nun mit einer digitalen Spiegelreflexkamera oder digitalen Systemkamera ähnliche Fotos machen, so behilft man sich heute mit der Aufnahme von vielen Einzelbildern mit unterschiedlichen Fokuseinstellungen, scannt sozusagen das Motiv ab und nimmt dabei immer nur ein kleines Teilstück auf, das scharf ist und setzt diese Bilder danach in Photoshop oder z.B. Helikon Focus, Zerene Stacker, oder ähnlichen Programmen zu einem einzigen Bild zusammen, wobei die Software jeweils nur die im Fokus liegenden Bildanteile der Einzelbilder nimmt und diese zu einem Gesamtbild mit durchgehender Schärfe zusammensetzt.

Dabei werden in der Regel Makro-Einstellschlitten verwendet, die eine schrittweise Verlagerung der Schärfeebene via Zahnstangentrieb ermöglichen, oder man verstellt umständlich und entsprechend ungenau die Schärfe am Objektiv selbst ein. Dieser Prozess ist einerseits nicht ganz einfach und dazu noch relativ ungenau. Damit die Sache automatisch abläuft, gibt es auch spezielle Apparaturen, die einen automatischen Vortrieb des Makroschlittens ermöglichen und die Kamera auch gleich auslösen um den Stack zu fotografieren. Fazit: Alle dieser Möglichkeiten brauchen relativ viel Zeit, sind zudem ungenau und wenn man es automatisieren will, verhältnismäßig teuer.

Nun hat Olympus die Idee aufgegriffen und wieder einmal etwas getan, auf das andere Hersteller längst kommen hätten können. Olympus hat nämlich der neuen OM-D E-M10 Mark II eine FOCUS BRACKETING Funktion spendiert, die es ermöglicht mit einem Druck auf den Auslöser den kompletten Stack vollautomatisch aufzunehmen. Dabei kann man als Fotograf auswählen, wie viele Fotos die Kamera machen soll und wie groß die Schrittweite bei der Fokusverstellung sein soll. Man stellt anschließend manuell auf den Nahpunkt scharf und startet die Aufnahme mittels Druck auf den Auslöser. Die E-M10 Mark II fährt dann den Stack vollautomatisch und erschütterungsfrei (elektronischer Verschluss) von vorne bis hinten durch und legt die Einzelfotos auf der SD-Karte ab. Natürlich kann man diese Aufnahmen auch im RAW-Format machen. Je nach Anzahl der Aufnahmen und eingestellter Schrittweite dauert so ein Stack ein paar Sekunden, kann aber auch weit längere Zeit benötigen, denn man kann bis zu 999 Aufnahmen an der Kamera einstellen und diese mit einer sehr engen Schrittweite beim Fokus kombinieren.

Ich war gestern auf dem Olympus Playground in Wien und habe die Funktion zum ersten mal an der neuen E-M10 Mark II ausprobiert und muss sagen, ich bin schwerstens begeistert. Die Arbeit, die einem die Kamera abnimmt, ist nicht zu unterschätzen und man benötigt außer einem stabilen Stativ kein Zusatzequipment! So nach dem Motto „Scheimpflug on the go“ hat man in Null Komma Nix den Stack im Kasten und setzt ihn dann zu Hause in aller Ruhe zusammen. Diese Methode eröffnet Möglichkeiten, die es bisher einfach nicht gab. Olympus war wieder einmal der erste Hersteller, der diese Funktion auf den Markt bringt und wieder einmal die Messlatte für die anderen Hersteller höher setzt.

Frank Rückert, ein von mir sehr geschätzter Olympus Fotograf und Makrospezialist aus Deutschland, schafft es mit der E-M10 Mark II sogar, Fokus Stacks teilweise aus der Hand aufzunehmen, da die Kamera ja jetzt auch den extrem effektiven 5-Achsen-Stabilisator der größeren Schwestermodelle E-M1 und E-M5 Mark II bekommen hat. Bilder von Frank sehen zum Beispiel so aus:

 

Foto: © Frank Rückert | Kamera: Olympus E-M10 Mark II

 

Nachdem ich noch keine E-M10 Mark II habe und noch warten möchte, bis ich diese Funktion auch in meiner E-M1 nutzen kann (ja, Olympus schaut auf seine Kunden und bringt Ende November 2015 ein kostenloses Firmwareupdate für die E-M1 und E-M5 Mark II heraus), habe ich gestern beim Olympus Playground meinen ersten Stack fotografiert.

Hier der Schärfebereich der einzelnen Bilder bei 40mm und Blende 5,6 anhand eines Fotos aus der Stackserie:

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Danach habe ich die 13 aufgenommenen Fotos in Photoshop gestackt und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

 

 

Nachdem ich mir dachte, dass der/die Eine oder Andere sich vielleicht die Originalfotos ansehen möchte, stelle ich diese auf meiner Dropbox zum Downlaod zur Verfügung.

Eines noch zum Abschluss! Die Fotos wurden im JPG-Format fotografiert, da Lightroom und Capture One mit den RAWs aus der E-M10 Mark II noch nichts anfangen können. Das Update wird aber ganz sicher nicht lange auf sich warten lassen. Die Kamera war auf mittlere JPG-Kompression eingestellt (LN), da ich in der Aufregung 🙂 vergessen habe, LF oder LSF einzustellen. Die Schrittweite bei der Fokusverstellung hätte ich noch optimieren müssen, da im Ergebnis kleine Fehler zu sehen sind. Das liegt aber einzig und alleine an den zu großen Fokusschritten. Leider hatte ich keine Zeit mehr, die Serie mit kleineren Fokusschritten noch einmal zu fotografieren. Aber für den ersten Wurf muss ich sagen, dass das Ergebnis überzeugt. Mit steigender Erfahrung sind hervorragende Ergebnisse möglich.

Feedback ist natürlich wie immer erwünscht!

Gut Licht und volle Akkus wünscht
Karl Grabherr

So funktioniert Live Composite in Olympus OM-D Kameras

Vielleicht fragen Sie sich, was es mit der Funktion „Live Composite“ in den Olympus OM-D Kameras auf sich hat. Folgendes Video erklärt, wie es funktioniert.

In kurzen Worten:

Bei Langzeitbelichtungen hat man immer das Problem, dass das gesamte Bild heller wird, je länger man belichtet.

Mit der Live Composite Funktion von Olympus kann man belichten so lange man will (na ja, fast, denn irgendwann ist der Akku dann doch leer, das dauert aber in der Regel ca. 3 Stunden bei der E-M10. Die E-M1 und E-M5 Mark II halten aufgrund des größeren Akkus länger durch).

Wie funktioniert das? Ganz einfach! Man wählt zuerst die Live Composite Funktion an der OM-D aus und stellt danach eine „Basiszeit“ ein. Dies ist die Zeit für die Grundbelichtung, die die Grundhelligkeit der Szene (z.B. Straßenszene, etc.) ergibt. Nach Ablauf dieser Zeit kann man den Verschluss beruhigt offen lassen und es kommen nach und nach nur noch Bildanteile dazu die heller als die Ausgangsbelichtung sind. So kann man z.B. ein beleuchtetes Haus ganz einfach mit Startrails im Hintergrund aufnehmen. Mit herkömmlichen DSLRs geht das nur umständlich mittels Stacking vieler einzelner Aufnahmen. Olympus macht’s in der Kamera mit einer Aufnahme und das auch im RAW-Format!

Mythen und Märchen zu Äquivalenzbrennweite und -blende

Worin bestehen die Unterschiede  zwischen dem „kleinen“ Four Thirds Sensor in Olympus Systemkameras und Kleinbildsensoren in Vollformat DSLRs in Sachen Schärfentiefe, Lichtstärke, Brennweitenangaben, etc.

Allen, die sich ein wenig für die Physik und im Speziellen für die Physik in der Digitalfotografie interessieren, möchte ich den folgenden Beitrag nicht vorenthalten, den Reinhard Wagner (Autor vieler Olympus Kamerabücher) vor einiger Zeit im OLY-FORUM.COM  gepostet hat. Er klärt über viele falsche Annahmen auf, die immer wieder in der Diskussion unter FotografInnen aufkommen, sobald es um Größenunterschiede bei Aufnahmechips geht.

Originaltext von Reinhard Wagner:

Weil es immer wieder in Diskussionen auftaucht, hier vielleicht mal ein kleiner Grundlagenpost:

Die Brennweite eines Objektivs ist bei seiner Konstruktion festgelegt. Sie ändert sich nicht dadurch, dass man es an eine Kamera mit beliebig großem Sensor schraubt. Auch ohne Kamera hintendran hat das Objektiv genau diese Brennweite.

Die Blendenzahl eines Objektivs berechnet sich durch das Verhältnis von Brennweite zu Öffnung. Die Öffnung des Objektivs ändert sich nicht, egal, ob man das Objektiv nicht anschließt, oder an einen großen Sensor oder an einen kleinen Sensor anschließt. Sie ist eine Konstante des Objektivs, genauso wie die Brennweite.

Die Lichtstärke eines Objektivs wird durch die Blendenzahl angegeben. Sie ändert sich nicht dadurch, dass man ein anderes Aufnahmemedium dahintersetzt.

Was ändert sich durch die Änderung der Größe eines Aufnahmemediums?

Am Objektiv: gar nichts. Am Bild in der Bildebene: gar nichts.

Der einzige Unterschied besteht darin, dass unterschiedliche Sensoren unterschiedliche Ausschnitte des Bildes wiedergeben. Ein 50mm f/1,4 hat an allen Sensoren die identische Abbildung. Es liefert nicht auf einmal eine größere Freistellung, nur weil es an einen Kleinbildsensor angeschraubt wird.

Um nun zu betrachten, welche Auswirkungen die Sensorgröße auf das Bild hat, das auf der Speicherkarte landet, nehmen wir Sensoren mit gleicher Auflösung an und gleicher Sensortechnologie.*
Wir nehmen des weiteren an, dass es sich beim betrachteten Objektiv um ein Objektiv handelt, dessen Bildkreis groß genug ist, um alle in Frage kommenden Sensoren auszuleuchten.

Wir betrachten als erstes die jeweiligen Schärfentiefen bei 2m Motiventfernung und 50mm f/1,4
FT-Sensor: 0,031m
KB-Sensor: 0,062m
Der Kleinbildsensor liefert also eine doppelt so große (!) Schärfentiefe bei identischem Objektiv. Das hat den Grund darin, dass der zulässige Zerstreuungskreis bei einem Kleinbildsensor natürlich entsprechend deutlich größer ist.

Wir betrachten den Bildwinkel: da der FT-Sensor nur die Mitte des Bildkreises abbildet und der KB-Sensor die vierfache Fläche hat, ändert sich scheinbar (!) der Bildwinkel. In Wirklichkeit ist der Bildwinkel des Objektivs natürlich konstant. Diese scheinbare Änderung durch den Ausschnitt sieht wie folgt aus:
FT-Sensor: 24°
KB-Sensor: 48°

Damit nun eine Vergleichbarkeit gegeben ist, werden nun jeweils Objektive mit anderem Bildwinkel verwendet.
FT-Sensor: 25mm
KB-Sensor: 50mm, jeweils f/1,4

Die Schärfentiefen sehen nun folgendermaßen aus:

FT-Sensor: 0,126m
KB-Sensor: 0,062m

Um mit dem KB-Sensor die Schärfentiefe von FT zu erreichen, muss man nun auf f/2,8 abblenden. Damit wird das Bild aber nicht nur schärfer, sondern auch dunkler – und zwar genau zwei Blendenstufen. Es erreicht nur noch ein Viertel des Lichtes die einzelne Photodiode. Um diesen Lichtverlust auszugleichen, muss die Kamera die Signalverstärkung am Sensor erhöhen – also von ISO 200 auf ISO 800. Das sorgt für mehr Rauschen.
Prinzipbedingt hat der Kleinbildsensor aber größere Photodioden, er kann also rauschärmer gebaut werden – und zwar genau um zwei Blendenstufen. Durch das notwendige Abblenden zur Erlangung der gleichen Schärfentiefe ist aber dieser Rauschvorteil egalisiert. Ein sogenanntes Nullsummenspiel.

Fazit: Bei gleichem Bildwinkel und gleicher Blende ist die Schärfentiefe bei Kleinbild geringer. Bei gleicher Brennweite und gleicher Blende ist die Schärfentiefe bei FT geringer. Um eine identische Freistellung bei gleichem Motiv und gleicher Blende wie bei einem Kleinbildsensor zu erreichen, benötigt man bei FT eine um den Faktor ca 1,4 kleinere Brennweite. Beispiel:
FT: 36mm, f/2, Schärfentiefe 0,086m
KB: 50mm, f/2, Schärfentiefe 0,088m

Dies ist zwar eine identische Schärfentiefe, nicht jedoch ein identisches Bild, weil der Bildwinkel unterschiedlich ist. Identische Bilder wurden aber bereits einen Absatz höher behandelt. Es wird jedoch deutlich, warum es mit FT durchaus problemlos möglich ist, freizustellen.

Nur mal so.

Zur Berechnung der Schärfentiefen wurden übrigens für den FT-Sensor ein Zerstreuungskreis von 0,0071mm und für den KB-Sensor von 0,014 verwendet.

grüße
Reinhard Wagner

*) Unterschiedlich große Sensoren mit gleicher Auflösung und gleicher Sensortechnologie gibt es nicht. Sie sind eine physikalische Unmöglichkeit. Im konkreten Fall gibt es zum Beispiel keinen Kleinbild-BSI-Sensor, einen Vergleichssensor zu den Sensoren der OM-D-Serie gibt es also nicht.

 

Olympus OM-D E-M1 Firmwareupdate 4.0

Olympus bringt demnächst das Firmwareupdate 4.0 für die E-M1 heraus. Folgendes Video beschreibt die neuen Features. Das Update ist gratis und wird voraussichtlich Ende November zur Verfügung stehen.

 

Olympus OM-D E-M5 Mark II Firmwareupdate 2.0

Olympus bringt demnächst das Firmwareupdate 2.0 für die E-M5 Mark II heraus. Folgendes Video beschreibt die neuen Features. Das Update ist gratis und wird voraussichtlich Ende November zur Verfügung stehen.

Der DSLR Arm und wie man ihn vermeidet :-)

Dieses Mal geht es zur Abwechslung um ein Spaßvideo, dass aber auch seine wahren Seiten hat.

Viele Digitale Spiegelreflexkameras und deren Objektive sind oft groß und schwer und dann kann es schon vorkommen, dass man mit einen „DSLR-Arm“ entwickelt, bzw. das man sich so fühlt, als ob man einen solchen hätte. Im folgenden Video wird das ein wenig überspitzt dargestellt, es bringt aber das Problem auf den Punkt. Heute gibt es zum Glück leichtere und kompaktere Kamerasysteme, die vergleichbare Bildqualität liefern können. Warum sollte man sich also unnötig abschleppen?

 

Impressionen vom Olympus Photography Playground in Wien

Gestern war ich mit ein paar Workshopteilnehmern auf dem Olympus Photography Playground in Wien. Der Playground ist heuer kleiner geraten als im letzten Jahr, aber das tut dem Spaß keinen Abbruch, denn man kann die nagelneue Olympus OM-D E-M10 Mark II ausgiebig beäugen und testen und das kann man auch im kleineren Rahmen ausgiebig tun. Die […]

Olympus Workshops Austria – Facebook Gruppe gegründet

Liebe Olympus-Fans und alle, die es noch werden wollen!

Ich habe eine neue Facebook-Gruppe gegründet zu der ich Euch herzlich einladen möchte!

Die Gruppe heißt OLYMPUS WORKSHOPS AUSTRIA

In dieser Gruppe dreht sich alles um Olympus Workshops in Österreich, die von mir (Karl Grabherr), sowie ausgewählten Partnern abgehalten werden.

Es wird Beiträge zu neuen Olympus Kameras und Objektiven, etc. geben und es darf auch gerne eifrig diskutiert werden und Bilder besprochen werden.

Tipps und Tricks rund um das Olympus Kamerasystem sollen das Ganze abrunden.

Fragen zum Olympus System sind jederzeit willkommen und werden nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet. Ich arbeite seit 2003 mit dem Olympus System und kenne die Kameras und das System wie meine Westentasche. Also fragt, was das Zeug hält, ich helfe gerne weiter!

Ich wünsche mir einen freundlichen Umgangston in der Gruppe, damit ich nicht gezwungen bin, Leute wieder zu entfernen. Sollte sich jemand wiederholt im Ton vergreifen, behalte ich mir das Recht vor, den- oder diejenige wieder aus der Gruppe auszuschließen.

Ich freue mich auf viele Gruppenmitglieder, Workshopteilnehmer, Fragen zum Olympus-System, anregende Diskussionen rund um das Olympus System und wünsche allen viel Spaß!

HIER geht es direkt zur Gruppe!

Herzliche Grüße
Karl Grabherr

Das Photo+Adventure Rahmenprogramm 2015 ist online

Das Photo+Adventure Rahmenprogramm 2015 ist online

Umfassend wie noch nie bietet es 44 Reiseveranstalter Vorträge „Weltweit.Reisen“, 10 Fachvorträge, 18 Präsentationen sowie 19 Seminare und 20 Workshops.

Was bringen höchstauflösende DSLRs in der Praxis wirklich?

Die Topmodelle verschiedener Kamerahersteller erreichen 36 Megapixel und mehr im sogenannten Vollformat (ich nenne es immer noch lieber Kleinbildformat, denn unter Vollformat verstehe ich etwas anderes).

Macht das wirklich Sinn und unter welchen Voraussetzungen werden diese Auflösungen tatsächlich erreicht? Die Auflösung der Objektive wird dabei von der Industrie oft unter den Tisch gekehrt, dass diese jedoch weit wichtiger ist, als hinlänglich bekannt und dass nur das perfekte Zusammenspiel zwischen Sensor, Objektiv und Bildprozessor zu besten Ergebnissen führen kann, kommt nicht bis zum Endverbraucher. Deshalb sehe ich in meinen Workshops immer wieder Leute, die zwar eine teure Kamera ihr Eigen nennen (oft ab 3.000,- aufwärts für das Gehäuse), dann jedoch ein Objektiv vom Fremdhersteller um ca. 300,- davorschrauben. Selbst Originalobjektive dürften nicht wirklich den Sensorauflösungen gerecht werden. Und so bleiben nur ganz wenige und extrem teure Objektive, die annähernd das erreichen, was uns die Industrie in tollen Prospekten verspricht. In meinen Augen ist das schlicht und ergreifend Bauernfängerei, damit die Industrie lebt, immer mehr und größere Speicher, Festplatten, schnellere PCs, etc. angeschafft werden muss.

Wenn man sich dann reinrassige Profikameras ansieht, wie z.B eine Canon 1Dx oder eine Nikon D4s, die eine meist geringere Auflösung haben als die darunter angesiedelten Semi-Profi Modelle, fragt man sich schon, warum das wohl so ist…..

Ein interessanter Artikel (siehe link) und einschlägige Berichte in Fotofachzeitschriften bestätigen, was einige Profis seit langem wissen.

Noch kurz eines zum Artikel selbst. Bitte beachten Sie nicht die Werbung für die Software in diesem Artikel! Keine Software der Welt kann aus einem Bild, das nicht bereits optimal aus der Kamera herauskommt, mehr herausholen, als bereits vorhanden ist. Lassen Sie sich auch hier keinen Bären aufbinden.

Aber lesen Sie selbst und bilden Sie sich ihre eigene Meinung (zum Weiterlesen anklicken)