Hersteller sollen digitale Bilder in der Kamera verschlüsseln

Viele Smartphones können inzwischen Bild- und Videodaten verschlüsseln. In digitalen Kameras ist das bislang nicht möglich. In einem offenen Brief fordert die Freedom of the Press Foundation dazu auf, eine Verschlüsselung auch in Kameras zu integrieren.

Datenverschlüsselung ist in Apples iPhones und vielen Android-Smartphones Stand der Technik. In digitalen Foto- oder Video-Kameras gibt es bislang noch keine Datenverschlüsselung. In einem offenen Brief hat die Freedom of the Press Foundation am 14. Dezember 2016 die Kamerahersteller aufgefordert, eine Verschlüsselung der Bild-, beziehungsweise Video-Daten in ihre Foto- und Video-Kameras zu integrieren. Der Brief an Canon, Sony, Nikon, Fujifilm und Olympus wurde von über 150 Fotojournalisten und Dokumentarfilmern unterzeichnet. Sie erhoffen sich von einer Verschlüsselung der Daten einen verbesserten Schutz von Reportagefotografen und Filmemachern, die ihre Arbeit teilweise unter gefährlichen Bedingungen durchführen.

Mit einer in die Kamera integrierte Datenverschlüsselung könnten die Chancen deutlich verbessert werden, Bilder und Videos auch aus Krisengebieten sicher nach Hause zu bringen und dann veröffentlichen zu können. Eine sichere Verschlüsselung der aufgenommenen Bilder und Videos wäre aus Sicht der Unterzeichner ein beachtlicher Vorteil, wenn es darum geht, seine Arbeitsergebnisse vor Grenzwächtern, lokaler Polizei und Geheimdienstagenten sowie Terroristen aber auch einfachen Kriminellen zu schützen. Wären die Daten durch eine starke Verschlüsselung geschützt, könnten weder Diebe noch staatliche Stellen, welche eine Ausrüstung beschlagnahmen, die Daten der Kameras auslesen und für ihre Zwecke nutzen.

Das Committee to Protect Journalists stellt in diesem Zusammenhang fest, dass die Zahl der konfiszierten Kameras inzwischen so groß sei, dass es die einzelnen Fälle nicht mehr alle im Detail nachverfolgen könne.

Quelle: Heise online