Letztes Jahr war ich in der Südoststeiermark, genau gesagt in Straden, einem wunderschönen Ort inmitten einer traumhaften Hügellandschaft. Ich hatte dort einen ganztägigen Grundlagenworkshop und konnte erst am Abend ein paar wenige Fotos für mich machen. Einer meiner Workshopteilnehmer war so nett und führte mich an ein paar sehr interessante Aussichtspunkte, wo man sehr schon auf Straden sehen konnte. Leider war es schon sehr dämmrig und so kam es, dass ich dieses Foto gemacht habe mit dem Gedanken, dass wahrscheinlich nicht mehr viel herauszuholen sein würde. Es war einfach schon zu dunkel und dunstig obendrein. Versuchen wollte ich es trotzdem. Ich dachte mir, wenn’s einer kann, dann Capture One….das reimt sich sogar 🙂

Also nahm ich meine E-M1 mit dem 40-150er Pro und machte bei ISO200 eine Aufnahme bei 150mm und 1/13sec. aus der Hand (Stativ hatte ich keines dabei). Eigentlich wollte ich ja nach rechts belichten, aber dann wäre die Zeit noch länger geworden und mit einer höheren ISO Einstellung wollte ich nicht fotografieren. Vielleicht wäre es sogar besser gewesen, mit einer höheren ISO Einstellung zu arbeiten, ganz nach rechts zu belichten und dann die Helligkeit in der RAW-Bearbeitung wieder abzusenken. Ich denke aber, dass es keinen großen Unterschied gemacht hätte. Jedenfalls bin ich bei ISO 200 geblieben und habe mein Glück mit 1/13sec. versucht. Es hat geklappt, weshalb ich jetzt diesen Beitrag schreiben kann 🙂

Heute habe ich das Bild in Capture One geöffnet und bin recht rasch draufgekommen, dass es gar nicht so einfach gehen sollte. Mit dem Weißabgleichregler war dem extrem hohen Blauanteil des Fotos nicht beizukommen. Hier einmal das Foto ohne Weißabgleichkorrektur.

Danach mit maximal möglicher Weißabgleicheinstellung (14000K)

Im nächsten Schritt musste mehr Kontrast in die Aufnahme und die Helligkeit musste optimiert werden. Dabei kamen der Belichtungsregler, die Tonwertkorrektur und der Klarheitregler (einer meiner Lieblingsregler) zum Einsatz

Leider konnten die Farben noch immer nicht überzeugen und so mussten die 3 Farbbalance Regler heran, die es in dieser Form nur in Capture One gibt. Die Bedienung dieser Regler funktioniert ganz intuitiv. Dabei verschiebt man den kleinen weißen Kreis im Farbkreis in die Richtung, in die man das Bild farblich bringen will. Je mehr man sich dabei vom Zentrum entfernt, desto stärker wird die Sättigung. Um zu einem ansehnlichen Ergebnis zu kommen musste ich die Schattenbereiche, Mitteltöne und die Lichter getrennt voneinander in den Farben abstimmen.

Zuletzt habe ich dem Bild noch einen 16:9 Bildausschnitt gegeben, der mir besser gefiel. Das Endergebnis sieht nun so aus.


Wollen Sie mehr über die Arbeit mit Capture One Pro 10 erfahren? Der nächste Workshop findet bereits am 1.7.2017 in Wien statt!


Es gibt wieder einige neue Workshoptermine und weitere folgen in Kürze. Stay tuned 🙂


Für die exklusive, 5 stündige Sonderführung für FotografInnen im Atomkraftwerk Zwentendorf am 20. Juli 2017 gibt es noch 3 Plätze zu vergeben. Wer bei diesem Termin noch dabei sein möchte, soll bitte so rasch wie möglich buchen, damit ich den Termin bei der EVN fixieren kann. Anmeldeschluss ist der 20.06.2017 !!

Die nächste Möglichkeit, an dieser exklusiven Sonderführung teilzunehmen, gibt es erst wieder am 12. Oktober 2017



In diesem Workshop dreht sich alles um einen schnellen Einstieg in die RAW-Bearbeitungssoftware Capture One Pro 10, die von vielen Profifotografen bevorzugt eingesetzt wird. Ich zeige meinen persönlichen Workflow vom Import der RAW-Dateien, über die RAW-Entwicklung, bis zum Export der fertigen Fotos in verschiedenen Ausgabeformaten. Ich selbst arbeite seit 2003 mit Capture One Pro. Zwischenzeitlich habe ich auch lange Zeit mit Lightroom gearbeitet, bin aber aufgrund diverser Erfahrungen zur Überzeugung gekommen, dass Capture One Pro besser für meine Art zu arbeiten geeignet ist. Gegenüber Lightroom hat C1 Pro den wesentlichen Vorteil, dass man auch ohne Katalog mit abgeschlossenen „Sitzungen“ arbeiten kann, was meinen Workflow wesentlich beschleunigt hat und die Mitnahme von Daten zu Bearbeitung von unterwegs aus sehr vereinfacht. Für die Organisation meiner Daten benötige ich keine Datenbank, sondern habe mir einen Weg zurechtgelegt, der es ermöglicht, Fotos auf einfache Weise über den Mac Finder bzw. Windows Explorer zu finden. Capture One Pro ist genauso einfach zu erlernen wie Lightroom, beschränkt sich aber auf die wesentlichen Tools, auf die man als Fotograf(in) bei der RAW-Bearbeitung nicht verzichten will und lässt überflüssige Tools und Doppelgleisigkeiten weg…



In diesem Workshop widmen wir uns der Architekturfotografie in der Blauen Stunde und bei Nacht und ist für alle Kameramarken geeignet. Der Umgang mit Perspektiven, Linien, Farben, Kontrasten, sowie die Belichtungsmessung in schwierigen Aufnahmesituationen will gelernt sein. Der WU-Campus und das Viertel Zwei in Wien bieten dazu den perfekten Rahmen.

Um in den Gebäuden und auf dem Gelände des WU-Campus fotografieren zu dürfen, benötigt man eine Fotografiegenehmigung. Diese habe ich bereits für unsere Gruppe besorgt und die gemachten Fotos dürfen für nicht kommerzielle Zwecke verwendet werden.

Der Workshop findet unter der Woche statt, da die Gebäude dann in der Nacht von Innen beleuchtet sind.


Zur Erinnerung. Morgen Abend findet unser Olympus Usertreffen mit Bruce Springsteen Tribute Band Konzertshooting statt. Die Veranstaltung ist bis auf den Konzerteintritt (€ 16,-) kostenlos und ich würde mich freuen, wenn der/die eine oder andere noch dazukommen. Über den Button weiter unten könnt Ihr Euch anmelden, dabei geht es mir nur darum, zu wissen, wieviele und wer zum Event kommt.

 


Auf der Suche nach einer L-Platte für die Olympus E-M1 Mark II bin ich bei der Firma KIRK fündig geworden. Die L-Platte wird von www.augenblicke-einfangen.de angeboten.



Auf der Suche nach einer L-Platte für die Olympus E-M1 Mark II bin ich bei der Firma RRS (Really Right Stuff) fündig geworden. Was mir an dieser L-Platte gefällt ist, dass sie den kompletten Kameraboden abdeckt und eine größere Bewegungsfreiheit für den Monitor ermöglicht im Vergleich zur KIRK L-Platte. Der Preis ist leider nicht ohne, aber derzeit gibt es noch keinen günstigeren Nachbau. Die L-Platte wird von www.augenblicke-einfangen.de angeboten.



Seit heute gibt es ein neues Update für Capture One Pro 10. Informationen zu neuen Funktionen und Bugfixes gibt es in den Release Notes zu Capture One Pro 10.1.2