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Bei diesem Infotag besteht die Möglichkeit Kameras und Objektive von Canon und Olympus kostenlos zu testen. An 4 verschiedenen Stationen steht Ihnen jeweils ein Trainer der Wiener Fotoschule zur Verfügung. In diesen Kurzworkshops steht die Praxis im Vordergrund.

Inhalte:

  • Tier Portraitfotografie
  • Gezielter Einsatz von Zeit und Blende
  • Effekte verschiedener Verschlusszeiten
  • Wirkung verschiedener Verschlusszeiten
  • Objektive sinnvoll einsetzen
  • Wertvolle Tipps und Tricks

Wer hat soll unbedingt lange Brennweiten mitbringen.

Treffpunkt: 12:30 Uhr beim Eingang Wiener Tiergarten Innen. Wir holen Euch dort ab und erklären den organisatorischen Ablauf. Wir bitten um pünktliches Erscheinen, da der Zeitplan sehr straff ist und wir an jeder Station genügend Zeit haben wollen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Eintritt im Wiener Tiergarten ist von jedem Teilnehmer selbst zu bezahlen.

Link zu Google Maps

Trainer:

  • Karl Füsselberger (Geschäftsführer Wiener Fotoschule)
  • Karl Grabherr (Berufsfotograf und Olympus Visionary)
  • Marc Graf (Berufsfotograf und Ökologe)
  • Christine Sonvilla (Biologin)

Heute habe ich Euch eine Reihe von First Look und Review Videos zur neuen Olympus E-M10 Mark III zusammengestellt.

Sobald ich die Kamera zum Testen habe, bekommt ihr auch ein Review von mir, versprochen!

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ansehen der Videos!

LG Karl

 





Am Samstag, den 5. März 2016 findet der nächste Olympus OM-D Intensivworkhop in Wien statt.

In diesem ganztägigen Workshop lernen Sie Ihre neue Olympus OM-D Systemkamera so richtig kennen. Wir werden zusammen eine sinnvolle Grundkonfiguration der Funktionstasten durchführen, Display- und Sucheranzeigen optimieren, wir besprechen alle Funktionen bis ins Detail und ich zeige Ihnen, wie Sie sich schnell zurechtfinden, um alle Einstellungen ohne Umstände rasch durchzuführen und die Möglichkeiten Ihrer Kamera voll auszuschöpfen  zu können.

Ich selbst fotografiere seit 2003 sowohl auftragsmäßig, als auch privat mit wenigen Ausnahmen ausschließlich mit digitalen Spiegelreflex- und Systemkameras von Olympus und kenne diese daher wie meine Westentasche. Profitieren Sie davon!

Weitere Detailinformationen und die Möglichkeit zur Buchung dieses Workshops gibt er HIER (bitte anklicken)

 

In unseren Fotoworkshops stehen mehrere Olympus-Kameras nebst Objektiven zur Verfügung, die leihweise genutzt werden können. Die Vergabe der Kameras erfolgt auf Anfrage, nach  Buchungseingang und ohne Gewähr. Die Nutzung ist kostenfrei. Bitte nehmen Sie Ihre eigene SD-Speicherkarte zum Workshop mit.

Viele Jahre waren Großformatkameras wie z.B. eine Sinar F2 die einzige Möglichkeit um bei Produktaufnahmen durchgehende Schärfe vom Vorder-bis zum Hintergrund eines Motivs zu realisieren. Dabei wurde die Kamera nach dem Scheimpflug-Prinzip verstellt, indem man Objektebene, Objektivebene und Filmebene durch Verschwenktechnik an der Fachkamera so eingestellt hat, dass sich alle 3 Ebenen in einem (gedachten) Punkt schneiden (siehe Bild 1).

Verstellung einer Fachkamera nach dem Scheimpflug-Prinzip

Erfunden wurde dieses Prinzip übrigens von einem Österreicher, dem Hauptmann und Kartograph Theodor Scheimpflug (1865 – 1911).

Es gibt natürlich auch digitale Fachkameras, die diese Art der Verschwenkung ermöglichen, jedoch sind diese aufgrund ihres Preises in der Regel Profifotografen vorbehalten.

Will man nun mit einer digitalen Spiegelreflexkamera oder digitalen Systemkamera ähnliche Fotos machen, so behilft man sich heute mit der Aufnahme von vielen Einzelbildern mit unterschiedlichen Fokuseinstellungen, scannt sozusagen das Motiv ab und nimmt dabei immer nur ein kleines Teilstück auf, das scharf ist und setzt diese Bilder danach in Photoshop oder z.B. Helikon Focus, Zerene Stacker, oder ähnlichen Programmen zu einem einzigen Bild zusammen, wobei die Software jeweils nur die im Fokus liegenden Bildanteile der Einzelbilder nimmt und diese zu einem Gesamtbild mit durchgehender Schärfe zusammensetzt.

Dabei werden in der Regel Makro-Einstellschlitten verwendet, die eine schrittweise Verlagerung der Schärfeebene via Zahnstangentrieb ermöglichen, oder man verstellt umständlich und entsprechend ungenau die Schärfe am Objektiv selbst ein. Dieser Prozess ist einerseits nicht ganz einfach und dazu noch relativ ungenau. Damit die Sache automatisch abläuft, gibt es auch spezielle Apparaturen, die einen automatischen Vortrieb des Makroschlittens ermöglichen und die Kamera auch gleich auslösen um den Stack zu fotografieren. Fazit: Alle dieser Möglichkeiten brauchen relativ viel Zeit, sind zudem ungenau und wenn man es automatisieren will, verhältnismäßig teuer.

Nun hat Olympus die Idee aufgegriffen und wieder einmal etwas getan, auf das andere Hersteller längst kommen hätten können. Olympus hat nämlich der neuen OM-D E-M10 Mark II eine FOCUS BRACKETING Funktion spendiert, die es ermöglicht mit einem Druck auf den Auslöser den kompletten Stack vollautomatisch aufzunehmen. Dabei kann man als Fotograf auswählen, wie viele Fotos die Kamera machen soll und wie groß die Schrittweite bei der Fokusverstellung sein soll. Man stellt anschließend manuell auf den Nahpunkt scharf und startet die Aufnahme mittels Druck auf den Auslöser. Die E-M10 Mark II fährt dann den Stack vollautomatisch und erschütterungsfrei (elektronischer Verschluss) von vorne bis hinten durch und legt die Einzelfotos auf der SD-Karte ab. Natürlich kann man diese Aufnahmen auch im RAW-Format machen. Je nach Anzahl der Aufnahmen und eingestellter Schrittweite dauert so ein Stack ein paar Sekunden, kann aber auch weit längere Zeit benötigen, denn man kann bis zu 999 Aufnahmen an der Kamera einstellen und diese mit einer sehr engen Schrittweite beim Fokus kombinieren.

Ich war gestern auf dem Olympus Playground in Wien und habe die Funktion zum ersten mal an der neuen E-M10 Mark II ausprobiert und muss sagen, ich bin schwerstens begeistert. Die Arbeit, die einem die Kamera abnimmt, ist nicht zu unterschätzen und man benötigt außer einem stabilen Stativ kein Zusatzequipment! So nach dem Motto „Scheimpflug on the go“ hat man in Null Komma Nix den Stack im Kasten und setzt ihn dann zu Hause in aller Ruhe zusammen. Diese Methode eröffnet Möglichkeiten, die es bisher einfach nicht gab. Olympus war wieder einmal der erste Hersteller, der diese Funktion auf den Markt bringt und wieder einmal die Messlatte für die anderen Hersteller höher setzt.

Frank Rückert, ein von mir sehr geschätzter Olympus Fotograf und Makrospezialist aus Deutschland, schafft es mit der E-M10 Mark II sogar, Fokus Stacks teilweise aus der Hand aufzunehmen, da die Kamera ja jetzt auch den extrem effektiven 5-Achsen-Stabilisator der größeren Schwestermodelle E-M1 und E-M5 Mark II bekommen hat. Bilder von Frank sehen zum Beispiel so aus:

 

Foto: © Frank Rückert | Kamera: Olympus E-M10 Mark II

 

Nachdem ich noch keine E-M10 Mark II habe und noch warten möchte, bis ich diese Funktion auch in meiner E-M1 nutzen kann (ja, Olympus schaut auf seine Kunden und bringt Ende November 2015 ein kostenloses Firmwareupdate für die E-M1 und E-M5 Mark II heraus), habe ich gestern beim Olympus Playground meinen ersten Stack fotografiert.

Hier der Schärfebereich der einzelnen Bilder bei 40mm und Blende 5,6 anhand eines Fotos aus der Stackserie:

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Danach habe ich die 13 aufgenommenen Fotos in Photoshop gestackt und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

 

 

Nachdem ich mir dachte, dass der/die Eine oder Andere sich vielleicht die Originalfotos ansehen möchte, stelle ich diese auf meiner Dropbox zum Downlaod zur Verfügung.

Eines noch zum Abschluss! Die Fotos wurden im JPG-Format fotografiert, da Lightroom und Capture One mit den RAWs aus der E-M10 Mark II noch nichts anfangen können. Das Update wird aber ganz sicher nicht lange auf sich warten lassen. Die Kamera war auf mittlere JPG-Kompression eingestellt (LN), da ich in der Aufregung 🙂 vergessen habe, LF oder LSF einzustellen. Die Schrittweite bei der Fokusverstellung hätte ich noch optimieren müssen, da im Ergebnis kleine Fehler zu sehen sind. Das liegt aber einzig und alleine an den zu großen Fokusschritten. Leider hatte ich keine Zeit mehr, die Serie mit kleineren Fokusschritten noch einmal zu fotografieren. Aber für den ersten Wurf muss ich sagen, dass das Ergebnis überzeugt. Mit steigender Erfahrung sind hervorragende Ergebnisse möglich.

Feedback ist natürlich wie immer erwünscht!

Gut Licht und volle Akkus wünscht
Karl Grabherr