Im Sommer letzten Jahres, und zwar genau am 27. Juli 2018 fand eine totale Mondfinsternis statt. Zu dieser Zeit war ich mit meiner Familie gerade auf Urlaub in Kroatien, wir machten einen Abendspaziergang in Rab und die angekündigte Mondfinsternis war richtig gut zu sehen.

Leider habe ich die Ankündigung dieses Himmelsereignisses irgendwie verpasst, sonst hätte ich ausnahmsweise das 300er Pro und den MC-14 Telekonverter mit in den Urlaub genommen. Ein Stativ hatte ich natürlich auch nicht dabei, denn das lässt man schon fast automatisch zu Hause, wenn man mit der Olympus E-M1 Mark II unterwegs ist. Ich hatte also nur das 40-150mm f2.8 Pro von Olympus dabei, das im Kleinbildformat einer Brennweite von 80-300mm entspricht und dieses Objektiv ist ohne Streulichtblende und mit abgenommener Stativschelle so kompakt, dass es in die kleine Urlaubsfototasche passt.

Den Blutmond verpassen, das geht natürlich gar nicht und so machte ich einfach ein paar Aufnahmen aus der Hand, und zwar mit 150mm (KB=300mm), Offenblende (2.8) und dem elektronischen Verschluss, damit ich jegliche Erschütterung kameraseitig ausschließen konnte. Die Belichtungszeit betrug bei ISO800 gerade einmal 1/6 Sekunde, mehr war nicht drin und die ISO höher hinaufschrauben wollte ich nicht. Ich hoffte, dass der Bildstabilisator der E-M1 Mark II das schon schaffen wird, legte im Stehen an, atmete ruhig durch und drückte beim langsamen Ausatmen den Auslöser ganz sanft und gleichmäßig durch. Und siehe da, es klappte tatsächlich, von etwa 10 Bildern waren 8 scharf und unverwackelt. Diese Kamera ist einfach der Hammer, dachte ich mir.

Der Bildausschnitt war natürlich viel zu weit und ich musste Capture One Pro kräftig croppen, aber das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen und zeigt, welche Schärfe und Auflösung die Olympus Pro Objektive haben, denn wie man weiß, macht nicht der Sensor das Bild, sondern das Objektiv, bzw. die gesamte Kette aus Objektiv, Sensor, Bildprozessor und Nachbearbeitung. Man bedenke auch, dass ich bei Offenblende mit einem Zoom fotografiert habe und wie gesagt, aus der Hand.

Was dabei herauskommt, seht Ihr im Anschluss und damit ihr mir die Geschichte auch glaubt, hänge ich einen Screenshot aus Capture One Pro dazu, wo ihr am unteren Bildrand die Belichtungsdaten sehen könnt.

Übrigens…..Am Morgen des 21. Jänner 2019 ist eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Das Ereignis fällt in die Morgendämmerung, die Totalität ist von Wien aus noch in vollem Verlauf zu sehen. Der Mond geht kurz nach Sonnenaufgang partiell verfinstert unter.

Veranstaltungshinweis: Astropraxis (gemeinsame Beobachtung der Mondfinsternis) auf der Sofienalpe in Wien am 21. Jänner von 4.00 bis 8.00 Uhr MEZ (nur bei Schönwetter). Wetterupdates auf WAA Beobachtungen und Fotos.