Olympus hat Anfang 2015 mit seiner E-M5 Mark II die Multishot-Technologie mittels beweglichem Sensor zur Erstellung hochauflösender Fotos ins Leben gerufen. Möglich wurde diese Technik ursprünglich durch den beweglichen Sensor der OM-D Kameras, der normalerweise zur Bildstabilisierung verwendet wird. Olympus dachte sich, da könnte man noch mehr daraus machen und führte die „HighRes“ Funktion ein.

Dabei wird der Sensor nicht mehr zur Bildstabilisierung in 5 Achsen bewegt, sondern planparallel pixelweise verschoben um so in rasantem Tempo 8 Einzelaufnahmen zu erstellen, die danach zu einem Gesamtbild mit wesentlich höherer Auflösung verrechnet werden. Damit ist mit einer bereits für die meisten Zwecke mehr als ausreichend hohen nativen Auflösung von 16 – 20 Megapixel eine Auflösung von bis zu 80 Megapixel (E-M1 Mark II – RAW) möglich, und zwar nur dann, wenn man sie wirklich braucht. Dass diese Technik zu sagenhaft detailreichen und vor allem moirefreien Fotos führt, die mit höchstauflösenden Vollformatkameras in Sachen Bildqualität locker mithalten können, zaubert Olympus Usern ein Lächeln ins Gesicht. Ein stabiles Stativ und ein ruhiges Motiv sind dabei natürlich Voraussetzung, aber das gilt ohnehin für alle sehr hoch auflösenden Kameras gleichermaßen.

Dass diese Technologie kein Gimmick ist, sondern eine ernstzunehmende, professionelle Methode um hochauflösende Fotos zu erstellen, wird dadurch bewiesen, dass auch die renommierte Profi Kameraschmiede Hasselblad diese Technik verwendet und mit ihrem neuesten Mittelformat-Modell, der H6D-400C Multishot die Auflösungsmesslatte auf ein völlig neues Niveau hebt.

Multishot mit beweglichem Sensor ist also eine durchaus professionelle Methode, um zu höherauflösenden Fotos zu gelangen. Einen kleinen Unterschied muss es allerdings geben, denn die Hasselblad erzeugt 400 Megapixel große Bilder, da kann eine E-M1 Mark II schon einmal blass werden. Der Preisunterschied ist dabei natürlich auch nicht zu verachten.

Und wie heißt es so schön?

„Wer hat’s erfunden?“…………nein, dieses Mal nicht Olympus, sondern Hasselblad, nämlich mit der H4D-200MS im Jahr 2011.