Photo+Adventure 2015 – Besuchen Sie mich auf dem Olympus Stand

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal die Ehre, die Firma Olympus auf der Photo+Adventure tatkräftig zu unterstützen.

Besuchen Sie mich auf dem Olympus Stand und nutzen Sie die Gelegenheit, sich von einem Profi, der seit mehr als 10 Jahren mit Olympus Kameras arbeitet und diese wie seine Westentasche kennt, beraten zu lassen.

Wenn Sie einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren möchten, erreichen Sie mich unter meiner Handynummer unter +43 664 6127535 bzw. per Mail unter studio@grabherr-photography.com

Ich bin an beiden Messetagen auf dem Olympus Stand und freue mich auf Ihren Besuch. Ein 10€ Rabattgutschein für den Besuch eines meiner Workshops wartet bereits auf Sie!

Capture One Pro 8.3.4 Update ab sofort verfügbar

Mac User wird es besonders freuen, dass Phase One das Update herausbringt, da es jetzt mit dem neuen Betriebssystem „El Capitan“ voll kompatibel ist.

Detailinformationen zu den Neuerungen gibt es in den release notes zum Update HIER (bitte anklicken) 

Olympus repariert anders

Auf FOTOINTERN.CH habe ich heute einen sehr interessanten Artikel gefunden, der den Reparaturprozess für Olympus Kameras und Objektive detailliert beschreibt und tiefe Einblicke in die Philosophie von Olympus zeigt, was Kundenzufriedenheit und Servicequalität betrifft.

Den gesamten Artikel finden Sie HIER (bitte anklicken)

Titelfoto Quelle: Olympus

What you see is what you get – mit der Olympus OM-D

Der große Vorteil, den spiegellose Systemkameras wie die Olympus OM-D haben, ist die Vorschau auf das fertige Foto schon vor der Aufnahme, d.h. Sie sehen schon vor dem Druck auf den Auslöser sowohl im EVF (electronic view finder), als auch auf dem großen Display auf der Kamerarückseite, wie hell Ihr Foto werden wird, wie sich Weißabgleicheinstellungen auswirken und es ist auch möglich, die zu erwartende Schärfentiefe zu prüfen, ohne dass das Bild abdunkelt, wie das sonst in Spiegelreflexkameras technisch bedingt der Fall ist.

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass sich bei Ihrer OM-D Einstellungen bei der Belichtungskorrektur oder wenn Sie manuell arbeiten, Einstellungen an Blende und Verschlusszeit nicht auf die Helligkeit der Anzeige auswirken, sondern das Bild immer gleich hell dargestellt wird. Keine Sorge, Ihre OM-D ist nicht kaputt, sondern arbeitet mit den werkseitigen Default-Einstellungen.

Damit Sie in den Genuss des direkten Feedbacks auf Belichtungseinstellungen kommen, müssen Sie eine kleine Einstellung im Kameramenü vornehmen und die geht so:

Drücken Sie die Menütaste an Ihrer Kamera, gehen Sie dort in das Zahnradmenü und wählen Sie das Disaplay-Menü (bei der OM-D E-M10 Mark II heißt das Menü „Anzeige“) aus:

Danach scrollen Sie hinunter und wählen Sie auf der zweiten Seite das Menü „LV-Erweiterung“ aus:

Hier sehen Sie die aktuellen Einstellungen (bei mir sind alle auf AUS, bei Ihnen steht wahrscheinlich „An1“):

Jetzt gehen Sie in die einzelnen Untermenüs und stellen alle auf „AUS“, das sichert Ihnen die WYSIWYG Ansicht vor der Aufnahme (im Hilfetext sehen Sie es noch einmal):

Wenn Sie im Fotostudio arbeiten, werden Sie mit der Einstellung „AUS“ keine Freude haben, denn dann sehen Sie nur schwarz. Üblicherweise wird man im Studio mit niedriger ISO-Einstellung, Zeiten um 1/125 – 1/250sec. und Blenden zwischen f4.0 bis ca. f8 arbeiten. Probieren Sie es aus, sie werden nur schwarz sehen. Für diesen Fall ist notwendig, die Einstellung für LV-Erweiterung auf „AN1“ zu stellen:

Die Einstellung „AN2“ entspricht einem Restlichtverstärker und hellt das Bild dermaßen auf, dass Sie sogar im Stockdunklen noch etwas im Sucher sehen. Hier steigt dann jede Spiegelreflex komplett aus. mit der OM-D sehen Sie noch immer genug um Ihren Bildausschnitt zu wählen und die Schärfe einzustellen. Allerdings hat diese Einstellung den Nachteil, dass Aufgrund der starken Signalverstärkung auch eine starke Verzögerung der Displayeinstellungen stattfindet. Ich bin draufgekommen, dass ich mit der Einstellung „AN1“ meistens das Auslangen finde:

Also nochmals zur Wiederholung :

LV-Erweiterung AUS ist ideal für alles, außer im Studio und Sie sehen vor der Aufnahme wie sich Belichtungskorrekturen bzw. manuelle Belichtungseinstellungen auf Ihr fertiges Foto auswirken.

Diesen und viele weitere Tipps erhalten Sie in meinem Olympus OM-D Workshop. Dieser Blogbeitrag war nur ein ganz kleiner Ausschnitt daraus. Wenn Sie also alles über Ihre OM-D erfahren wollen und nützliche Tipps und Tricks aus der Praxis erhalten möchten, lade ich Sie ein in meinen OM-D Workshop zu kommen. Es gibt 2 verschiedene davon und zwar einen, wo Sie auch die Grundlegen der Fotografie erlernen und gleichzeitig alles gleich an Ihrer OM-D umsetzen können und einen zweiten für diejenigen, die bereits Grundlagenkenntnisse haben und nur noch tiefer in ihre OM-D einsteigen möchten.

Informationen zu den aktuellen Workshopterminen sowie die Möglichkeit zur Buchung finden Sie in meinem Workshopkalender

19.5.2016 – Sonderführung für FotografInnen im Atomkraftwerk Zwentendorf

Die Sonderführung im AKW Zwentendorf am 7.4.2016 ist bereits ausgebucht. Das Interesse war sehr groß.

Aber es gibt noch die Chance am 19.5.2016 an der zweiten 4-stündigen Sonderführung für FotografInnen im weltweit einzigen gefahrlos begehbaren Atomkraftwerk teilzunehmen.

Es ist zwar noch lange bis Mai, aber der Kraftwerkbetreiber hat einen engen Terminplan nachdem das Kraftwerk die meiste Zeit an eine Kraftwerkschule vermietet ist und deshalb bekommt man Sonderführungen  nur selten und muss schon Monate im vorhinein buchen. Ich habe die Termingarantie seitens Kraftwerkbetreiber noch bis einschließlich 12.11.2015. Deshalb ersuche ich bei Interesse so rasch wie möglich zu buchen, damit ich den Termin auch sicher bekomme.

Der 7.4.2016 ist wie gesagt bereits ausgebucht, für den 19.5.2016 gibt es allerdings noch 6 Plätze. Die Buchung und Bezahlung der Führung muss bis spätestens 6.11.2015 erfolgen, da ich den Termin sonst absagen muss. Falls ich nicht 8 Teilnehmer zusammenbekomme, muss ich aufgrund der hohen Kosten für die Sonderführung, die ich sonst auf die verbleibenden Teilnehmer aufteilen müsste, den Workshop canceln und werde die bereits einbezahlten Workshopbeiträge zu 100% zurückerstatten.

Alle Detailinformationen und die Möglichkeit zur Buchung gibt es HIER (bitte anklicken)

„Abdampfen“ im Eisenbahnmuseum-„Heizhaus“ in Strasshof

Vor kurzem hatten wir wieder einen Fotoworkshop im Eisenbahnmuseum „Heizhaus“ in Strasshof (Niederösterreich). Für Eisenbahnliebhaber und Fotografen ein wahres Eldorado. Jedesmal, wenn ich wieder dort fotografiere, entdecke ich neue Motive. Irgendwie kann man gar nicht genug davon bekommen. Am 26. Oktober 2015 endet die heurige Saison mit dem „Abdampfen“, danach geht das Museum in die Winterpause.

Informationen über das Eisenbahnmuseum Strasshof findet Ihr HIER

Auch im nächsten Jahr werden wieder Workshops im Eisenbahnmuseum stattfinden.

Geplant sind dort folgende Themen:

  • HDR Fotografie
  • Panoramafotografie (Kugelpanoramen für’s Web und Panoramafotos für Großformatprints)
  • Nostalgieshooting mit einem hübschen Model im 20er Jahre-Stil

Die Workshops für das kommende Jahr sind bereits in Vorbereitung, die Termine folgen demnächst.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen von unserem letzten Fotoworkshop:

[flickr_set id=“72157658447834609″]

Auf dem Weg in den Service-Olymp

CEtoday schreibt am 13.10.2015 in einem interessanten Artikel über die Firma Olympus:

Kamerahersteller Olympus will mit seinen Systemkameras zu den Besten dieses Fachs aufsteigen. Statt nur auf Features setzt Olympus auf Service, den Fachhandel und die Macht der Community.“

Den ganzen Artikel kann man HIER lesen.

Olympus Herbst Promotion – 01.10.2015 – 31.01.2016

Von 1. Oktober 2015 bis 31. Jänner 2016 gibt es wieder eine Herbst-Winter-Promotion beim Kauf von Olympus OM-D Kameras und Objektiven.

Weitere Informationen gibt es HIER

Olympus Capture – Tethering Software für Profifotografen

Zusammen mit dem Firmwareupdate für die Olympus E-M1 und E-M5 Mark II kommt Ende November 2015 auch ein Update der Tethering Softare OLYMPUS CAPTURE.

Bei Olympus Capture handelt es sich um eine Tethering-Anwendung, die kompatible Olympus-Produkte mit einem Mac oder PC verbindet und Ihnen nützliche Funktionen bietet, die die Studiofotografie zum Erlebnis machen.Mit dieser Anwendung können Sie die Verschlussauslösung steuern, Kameraeinstellungen vornehmen, und Fotos von der Kamera selbst oder vom verbundenen Computer übertragen.

Man kann die übertragenen Fotos entweder mit der olympuseigenen Software VIEWER 3 bearbeiten oder natürlich auch mit Adobe Lightroom bzw. Adobe Camera RAW und Capture One Pro 8 von Phase One.

Leider unterstützen weder Lightroom noch Capture One die direkte Übertragung von Bildern aus Olympus Kameras, jedoch gibt es eine bessere Möglichkeit, die sogar weitaus mehr Funktionen bietet, nämlich Olympus Capture im Hintergrund laufen zu lassen, in Lightroom oder Capture One einen Ordner für den automatischen Import zu definieren und dann kann es auch schon losgehen. In beiden Fällen werden die Fotos sofort nach der Übertragung durch Olympus Capture in Lighroom oder Capture One angezeigt und können sofort bearbeitet werden. Dabei erfolgt die Übertragung in der Regel störungsfrei und schnell. RAWs, die aufgrund der Geschwindigkeit beim shooting 🙂 noch nicht übertragen sind, bleiben im Puffer der Olympus E-M1, der großzügig dimensioniert ist und werden zuverlässig nach und nach übertragen. Muss man die Kamera während dem shooting einmal abschalten oder man trennt die Verbindung, kann man Olympus Capture einfach auf dem Rechner weiterlaufen lassen. Verbindet man die Kamera dann wieder mit dem Rechner, wird die Kamera wieder von Olympus Capture erkannt und es kann sofort mit dem shooting weitergehen. In Kürze werde ich einen Beitrag schreiben, in dem es um die Zusammenarbeit zwischen Olympus Capture und PhaseOne Capture One Pro 8 geht. Ein weiterer Beitrag folgt für Adobe Lightroom.

Was Olympus Capture außerdem auszeichnet, ist die Möglichkeit der Bildkontrolle VOR der Aufnahme. Man verlegt die LiveView Ansicht sozusagen auf den Mac/PC, kann alle Kameraparameter von der Software aus steuern und sieht sofort die Auswirkungen. Weiters können auch Systemblitze von Olympus über diese Software remote gesteuert werden. Die Auslösung der Kamera kann entweder von der Kamera aus geschehen oder aus Olympus Capture heraus. Ich habe die Software seit einiger Zeit zusammen mit meiner E-M1 im Einsatz und verwende sie hauptsächlich in Kombination mit Capture One und bin von der Lösung, die Olympus mit dieser Software für Profifotografen anbietet sehr zufrieden.

Weitere Informationen zu Olympus Capture und die Release Notes zur neuen Softwareversion gibt es HIER

Capture One Pro 8.3 – HighRes RAWs – Olympus E-M5 Mark II

PhaseOne Capture One Pro ist eine hochprofessionelle Software zur Verwaltung und Bearbeitung von RAW-Dateien und wird von vielen Profifotografen bevorzugt eingesetzt.

Natürlich können auch RAW-Dateien aller aktuellen digitalen Olympus Spiegelreflex- und OM-D/PEN Systemkameas (Ausnahme: E-M10 MKII) bearbeitet werden, es gibt für so gut wie alle wichtigen Olympus-Objektive eigene Profile und seit Version 8.3 kann man auch anstandslos mit HighRes RAW-Dateien aus der OM-D E-M5 Mark II ohne zusätzliches PlugIn und mit allen bekannten Bearbeitungstools uneingeschränkt arbeiten.

In den Release-Notes zur Version 8.3 sind alle kompatiblen Kameras und alle Objektivprofile aufgelistet.

Release Notes zu Capture One Pro 8.3 downloaden


So werden HighRes Fotos in der Olympus E-M5 Mark II realisiert:

Die E-M5 Mark II ermöglicht mit ihrer speziellen Multishot-Technik hochauflösende JPGs mit 40MPx und RAWs mit 63MPx. Der Auflösungsgewinn ist wirklich beeindruckend und die Ergebnisse moirefrei! Einzig die Motive und die Kamera dürfen sich während der HighRes Aufnahme nicht bewegen, da 8 Einzelfotos aufgenommen werden, zwischen denen der Aufnahmesensor mittels SensorShift, der auch bei der Bildstabilisierung zum Einsatz kommt, um 1/2 Pixel verschoben wird und anschließend in der E-M5 Mark II zu einer Aufnahme zusammengesetzt werden. Die Zeit für eine gesamte Aufnahmeserie mit 8 Fotos liegt derzeit noch bei mindestens 1 Sekunde bzw. wird entsprechend länger, wenn man z.B. Langzeitbelichtungen macht, da jedes der 8 Einzelfotos für die gleiche Zeit belichtet wird. Das Abspeichern der zusammengesetzten HighRes-Aufnahme dauert dann in etwa 2-3 Sekunden.
Die Kamera legt dabei eine RAW-Datei mit 16MPx ab und zusätzlich das aus den 8 Einzelaufnahmen zusammengesetztes HighRes-RAW mit 63 MPx. Wählt man die Option RAW+JPG, wird als drittes File noch ein JPG mit 40 MPx auf der SD-Karte gespeichert.

Olympus will die Aufnahme von HighRes Fotos natürlich weiter optimieren und arbeitet bereits an der nächsten Kamerageneration, wo diese Art von Aufnahmen auch aus der Hand möglich sein sollen. Man darf wieder einmal gespannt sein. Für statische Motive bringt diese Technik auch schon heute beeindruckende Ergebnisse, die mit jeder hochauflösenden DSLR mithalten können. Was mich nebenher noch mehr beeindruckt, ist die Tatsache, dass die Olympus m.Zuiko (mFT) und Zuiko (FT) Objektive genügend Auflösungsreserve haben um HighRes Fotos überhaupt zu ermöglichen. Wenn ich irgendwann demnächst die Möglichkeit habe, mir eine der aktuellen DSLRs mit 40 und mehr Megapixel auszuleihen, werde ich eine Vergleichsserie aufnehmen, einen kleinen Bericht darüber erstellen und die Bilder zum downloaden bereitstellen, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann.


Capture One Pro 8.3 kann mit der großen Datenmenge hervorragend umgehen und arbeitet (zumindest auf meinem MacBook Pro 13″ von 2010 mit 16GB RAM und 2 SSDs) ohne Probleme.

Wen es interessiert, der kann Capture One Pro kostenlos für 30 Tage ausgiebig testen:

Testversion von Capture One Pro 8.3 downloaden

Am 30.10.2015 veranstalte ich außerdem einen Capture One Pro Workshop, bei dem ich meinen persönlichen Workflow mit dieser RAW-Bearbeitungssoftware zeige:

Informationen zum Capture One Pro Workshop ansehen

 

Herzliche Grüße und Gut Licht
Karl Grabherr

Adobe Lightroom 6.2 unterstützt Olympus OM-D E-M10 Mark II RAW-Files

Ab sofort können mit der neuen Adobe Lightroom Version 6.2 bzw. CC 2015.2 auch RAW Files aus der Olympus OM-D E-M10 Mark II entwickelt werden.

Siehe Release Notes von Adobe:

https://blogs.adobe.com/lightroomjournal/2015/10/lightroom-cc-2015-2-now-available.html

Karl Grabherr Photography auf Flickr

Wenn Sie mehr Fotos von mir sehen möchten, schauen Sie doch auf meiner Flickr-Seite vorbei.

Olympus FotografInnen und alle, die nicht noch keine sind, aber daran interessiert sind, was sich mit Olympus Kameras bewerkstelligen lässt, finden hier jede Menge Bildbeispiele samt Exif-Daten, welche unter Umständen hilfreich sein können, wenn man sich z.B. für eine Kamera oder ein  Objektiv interessiert und wissen möchte, wie damit gemachte Fotos aussehen. Das hilft sicher auch bei der einen oder anderen Kaufentscheidung.

Sämtliche Fotos auf der Flickr-Seite sind bearbeitete RAW-Dateien, die ich entweder in Adobe Lightroom oder Phase One Capture One Pro bearbeitet habe. Die Bilder sind alle bei der Aufnahme entstanden und nicht im Computer aus mehreren Bildern zusammengesetzt worden. Einzig bei der RAW-Bearbeitung habe ich das eine oder andere Mal vieles aus den RAW-Dateien herausgeholt, was mit JPGs out of cam einfach nicht möglich gewesen wäre.

Zukünftig werde ich evtl. JPGs out of cam und bearbeitete RAW-Dateien gegenüberstellen, damit man erkennt, welches Potential im RAW-Format steckt.

Nun wünsche ich viel Spaß beim Durchstöbern und freue mich jederzeit auf Feedback oder die eine oder andere Frage zur Aufnahme- und Bearbeitungstechnik.

https://www.flickr.com/photos/karlgrabherr/

Gut Licht wünscht
Karl Grabherr

Scheimpflug war gestern, Olympus Focus Bracketing ist heute

Viele Jahre waren Großformatkameras wie z.B. eine Sinar F2 die einzige Möglichkeit um bei Produktaufnahmen durchgehende Schärfe vom Vorder-bis zum Hintergrund eines Motivs zu realisieren. Dabei wurde die Kamera nach dem Scheimpflug-Prinzip verstellt, indem man Objektebene, Objektivebene und Filmebene durch Verschwenktechnik an der Fachkamera so eingestellt hat, dass sich alle 3 Ebenen in einem (gedachten) Punkt schneiden (siehe Bild 1).

Verstellung einer Fachkamera nach dem Scheimpflug-Prinzip

Erfunden wurde dieses Prinzip übrigens von einem Österreicher, dem Hauptmann und Kartograph Theodor Scheimpflug (1865 – 1911).

Es gibt natürlich auch digitale Fachkameras, die diese Art der Verschwenkung ermöglichen, jedoch sind diese aufgrund ihres Preises in der Regel Profifotografen vorbehalten.

Will man nun mit einer digitalen Spiegelreflexkamera oder digitalen Systemkamera ähnliche Fotos machen, so behilft man sich heute mit der Aufnahme von vielen Einzelbildern mit unterschiedlichen Fokuseinstellungen, scannt sozusagen das Motiv ab und nimmt dabei immer nur ein kleines Teilstück auf, das scharf ist und setzt diese Bilder danach in Photoshop oder z.B. Helikon Focus, Zerene Stacker, oder ähnlichen Programmen zu einem einzigen Bild zusammen, wobei die Software jeweils nur die im Fokus liegenden Bildanteile der Einzelbilder nimmt und diese zu einem Gesamtbild mit durchgehender Schärfe zusammensetzt.

Dabei werden in der Regel Makro-Einstellschlitten verwendet, die eine schrittweise Verlagerung der Schärfeebene via Zahnstangentrieb ermöglichen, oder man verstellt umständlich und entsprechend ungenau die Schärfe am Objektiv selbst ein. Dieser Prozess ist einerseits nicht ganz einfach und dazu noch relativ ungenau. Damit die Sache automatisch abläuft, gibt es auch spezielle Apparaturen, die einen automatischen Vortrieb des Makroschlittens ermöglichen und die Kamera auch gleich auslösen um den Stack zu fotografieren. Fazit: Alle dieser Möglichkeiten brauchen relativ viel Zeit, sind zudem ungenau und wenn man es automatisieren will, verhältnismäßig teuer.

Nun hat Olympus die Idee aufgegriffen und wieder einmal etwas getan, auf das andere Hersteller längst kommen hätten können. Olympus hat nämlich der neuen OM-D E-M10 Mark II eine FOCUS BRACKETING Funktion spendiert, die es ermöglicht mit einem Druck auf den Auslöser den kompletten Stack vollautomatisch aufzunehmen. Dabei kann man als Fotograf auswählen, wie viele Fotos die Kamera machen soll und wie groß die Schrittweite bei der Fokusverstellung sein soll. Man stellt anschließend manuell auf den Nahpunkt scharf und startet die Aufnahme mittels Druck auf den Auslöser. Die E-M10 Mark II fährt dann den Stack vollautomatisch und erschütterungsfrei (elektronischer Verschluss) von vorne bis hinten durch und legt die Einzelfotos auf der SD-Karte ab. Natürlich kann man diese Aufnahmen auch im RAW-Format machen. Je nach Anzahl der Aufnahmen und eingestellter Schrittweite dauert so ein Stack ein paar Sekunden, kann aber auch weit längere Zeit benötigen, denn man kann bis zu 999 Aufnahmen an der Kamera einstellen und diese mit einer sehr engen Schrittweite beim Fokus kombinieren.

Ich war gestern auf dem Olympus Playground in Wien und habe die Funktion zum ersten mal an der neuen E-M10 Mark II ausprobiert und muss sagen, ich bin schwerstens begeistert. Die Arbeit, die einem die Kamera abnimmt, ist nicht zu unterschätzen und man benötigt außer einem stabilen Stativ kein Zusatzequipment! So nach dem Motto „Scheimpflug on the go“ hat man in Null Komma Nix den Stack im Kasten und setzt ihn dann zu Hause in aller Ruhe zusammen. Diese Methode eröffnet Möglichkeiten, die es bisher einfach nicht gab. Olympus war wieder einmal der erste Hersteller, der diese Funktion auf den Markt bringt und wieder einmal die Messlatte für die anderen Hersteller höher setzt.

Frank Rückert, ein von mir sehr geschätzter Olympus Fotograf und Makrospezialist aus Deutschland, schafft es mit der E-M10 Mark II sogar, Fokus Stacks teilweise aus der Hand aufzunehmen, da die Kamera ja jetzt auch den extrem effektiven 5-Achsen-Stabilisator der größeren Schwestermodelle E-M1 und E-M5 Mark II bekommen hat. Bilder von Frank sehen zum Beispiel so aus:

 

Foto: © Frank Rückert | Kamera: Olympus E-M10 Mark II

 

Nachdem ich noch keine E-M10 Mark II habe und noch warten möchte, bis ich diese Funktion auch in meiner E-M1 nutzen kann (ja, Olympus schaut auf seine Kunden und bringt Ende November 2015 ein kostenloses Firmwareupdate für die E-M1 und E-M5 Mark II heraus), habe ich gestern beim Olympus Playground meinen ersten Stack fotografiert.

Hier der Schärfebereich der einzelnen Bilder bei 40mm und Blende 5,6 anhand eines Fotos aus der Stackserie:

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Danach habe ich die 13 aufgenommenen Fotos in Photoshop gestackt und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

 

 

Nachdem ich mir dachte, dass der/die Eine oder Andere sich vielleicht die Originalfotos ansehen möchte, stelle ich diese auf meiner Dropbox zum Downlaod zur Verfügung.

Eines noch zum Abschluss! Die Fotos wurden im JPG-Format fotografiert, da Lightroom und Capture One mit den RAWs aus der E-M10 Mark II noch nichts anfangen können. Das Update wird aber ganz sicher nicht lange auf sich warten lassen. Die Kamera war auf mittlere JPG-Kompression eingestellt (LN), da ich in der Aufregung 🙂 vergessen habe, LF oder LSF einzustellen. Die Schrittweite bei der Fokusverstellung hätte ich noch optimieren müssen, da im Ergebnis kleine Fehler zu sehen sind. Das liegt aber einzig und alleine an den zu großen Fokusschritten. Leider hatte ich keine Zeit mehr, die Serie mit kleineren Fokusschritten noch einmal zu fotografieren. Aber für den ersten Wurf muss ich sagen, dass das Ergebnis überzeugt. Mit steigender Erfahrung sind hervorragende Ergebnisse möglich.

Feedback ist natürlich wie immer erwünscht!

Gut Licht und volle Akkus wünscht
Karl Grabherr

So funktioniert Live Composite in Olympus OM-D Kameras

Vielleicht fragen Sie sich, was es mit der Funktion „Live Composite“ in den Olympus OM-D Kameras auf sich hat. Folgendes Video erklärt, wie es funktioniert.

In kurzen Worten:

Bei Langzeitbelichtungen hat man immer das Problem, dass das gesamte Bild heller wird, je länger man belichtet.

Mit der Live Composite Funktion von Olympus kann man belichten so lange man will (na ja, fast, denn irgendwann ist der Akku dann doch leer, das dauert aber in der Regel ca. 3 Stunden bei der E-M10. Die E-M1 und E-M5 Mark II halten aufgrund des größeren Akkus länger durch).

Wie funktioniert das? Ganz einfach! Man wählt zuerst die Live Composite Funktion an der OM-D aus und stellt danach eine „Basiszeit“ ein. Dies ist die Zeit für die Grundbelichtung, die die Grundhelligkeit der Szene (z.B. Straßenszene, etc.) ergibt. Nach Ablauf dieser Zeit kann man den Verschluss beruhigt offen lassen und es kommen nach und nach nur noch Bildanteile dazu die heller als die Ausgangsbelichtung sind. So kann man z.B. ein beleuchtetes Haus ganz einfach mit Startrails im Hintergrund aufnehmen. Mit herkömmlichen DSLRs geht das nur umständlich mittels Stacking vieler einzelner Aufnahmen. Olympus macht’s in der Kamera mit einer Aufnahme und das auch im RAW-Format!

Mythen und Märchen zu Äquivalenzbrennweite und -blende

Worin bestehen die Unterschiede  zwischen dem „kleinen“ Four Thirds Sensor in Olympus Systemkameras und Kleinbildsensoren in Vollformat DSLRs in Sachen Schärfentiefe, Lichtstärke, Brennweitenangaben, etc.

Allen, die sich ein wenig für die Physik und im Speziellen für die Physik in der Digitalfotografie interessieren, möchte ich den folgenden Beitrag nicht vorenthalten, den Reinhard Wagner (Autor vieler Olympus Kamerabücher) vor einiger Zeit im OLY-FORUM.COM  gepostet hat. Er klärt über viele falsche Annahmen auf, die immer wieder in der Diskussion unter FotografInnen aufkommen, sobald es um Größenunterschiede bei Aufnahmechips geht.

Originaltext von Reinhard Wagner:

Weil es immer wieder in Diskussionen auftaucht, hier vielleicht mal ein kleiner Grundlagenpost:

Die Brennweite eines Objektivs ist bei seiner Konstruktion festgelegt. Sie ändert sich nicht dadurch, dass man es an eine Kamera mit beliebig großem Sensor schraubt. Auch ohne Kamera hintendran hat das Objektiv genau diese Brennweite.

Die Blendenzahl eines Objektivs berechnet sich durch das Verhältnis von Brennweite zu Öffnung. Die Öffnung des Objektivs ändert sich nicht, egal, ob man das Objektiv nicht anschließt, oder an einen großen Sensor oder an einen kleinen Sensor anschließt. Sie ist eine Konstante des Objektivs, genauso wie die Brennweite.

Die Lichtstärke eines Objektivs wird durch die Blendenzahl angegeben. Sie ändert sich nicht dadurch, dass man ein anderes Aufnahmemedium dahintersetzt.

Was ändert sich durch die Änderung der Größe eines Aufnahmemediums?

Am Objektiv: gar nichts. Am Bild in der Bildebene: gar nichts.

Der einzige Unterschied besteht darin, dass unterschiedliche Sensoren unterschiedliche Ausschnitte des Bildes wiedergeben. Ein 50mm f/1,4 hat an allen Sensoren die identische Abbildung. Es liefert nicht auf einmal eine größere Freistellung, nur weil es an einen Kleinbildsensor angeschraubt wird.

Um nun zu betrachten, welche Auswirkungen die Sensorgröße auf das Bild hat, das auf der Speicherkarte landet, nehmen wir Sensoren mit gleicher Auflösung an und gleicher Sensortechnologie.*
Wir nehmen des weiteren an, dass es sich beim betrachteten Objektiv um ein Objektiv handelt, dessen Bildkreis groß genug ist, um alle in Frage kommenden Sensoren auszuleuchten.

Wir betrachten als erstes die jeweiligen Schärfentiefen bei 2m Motiventfernung und 50mm f/1,4
FT-Sensor: 0,031m
KB-Sensor: 0,062m
Der Kleinbildsensor liefert also eine doppelt so große (!) Schärfentiefe bei identischem Objektiv. Das hat den Grund darin, dass der zulässige Zerstreuungskreis bei einem Kleinbildsensor natürlich entsprechend deutlich größer ist.

Wir betrachten den Bildwinkel: da der FT-Sensor nur die Mitte des Bildkreises abbildet und der KB-Sensor die vierfache Fläche hat, ändert sich scheinbar (!) der Bildwinkel. In Wirklichkeit ist der Bildwinkel des Objektivs natürlich konstant. Diese scheinbare Änderung durch den Ausschnitt sieht wie folgt aus:
FT-Sensor: 24°
KB-Sensor: 48°

Damit nun eine Vergleichbarkeit gegeben ist, werden nun jeweils Objektive mit anderem Bildwinkel verwendet.
FT-Sensor: 25mm
KB-Sensor: 50mm, jeweils f/1,4

Die Schärfentiefen sehen nun folgendermaßen aus:

FT-Sensor: 0,126m
KB-Sensor: 0,062m

Um mit dem KB-Sensor die Schärfentiefe von FT zu erreichen, muss man nun auf f/2,8 abblenden. Damit wird das Bild aber nicht nur schärfer, sondern auch dunkler – und zwar genau zwei Blendenstufen. Es erreicht nur noch ein Viertel des Lichtes die einzelne Photodiode. Um diesen Lichtverlust auszugleichen, muss die Kamera die Signalverstärkung am Sensor erhöhen – also von ISO 200 auf ISO 800. Das sorgt für mehr Rauschen.
Prinzipbedingt hat der Kleinbildsensor aber größere Photodioden, er kann also rauschärmer gebaut werden – und zwar genau um zwei Blendenstufen. Durch das notwendige Abblenden zur Erlangung der gleichen Schärfentiefe ist aber dieser Rauschvorteil egalisiert. Ein sogenanntes Nullsummenspiel.

Fazit: Bei gleichem Bildwinkel und gleicher Blende ist die Schärfentiefe bei Kleinbild geringer. Bei gleicher Brennweite und gleicher Blende ist die Schärfentiefe bei FT geringer. Um eine identische Freistellung bei gleichem Motiv und gleicher Blende wie bei einem Kleinbildsensor zu erreichen, benötigt man bei FT eine um den Faktor ca 1,4 kleinere Brennweite. Beispiel:
FT: 36mm, f/2, Schärfentiefe 0,086m
KB: 50mm, f/2, Schärfentiefe 0,088m

Dies ist zwar eine identische Schärfentiefe, nicht jedoch ein identisches Bild, weil der Bildwinkel unterschiedlich ist. Identische Bilder wurden aber bereits einen Absatz höher behandelt. Es wird jedoch deutlich, warum es mit FT durchaus problemlos möglich ist, freizustellen.

Nur mal so.

Zur Berechnung der Schärfentiefen wurden übrigens für den FT-Sensor ein Zerstreuungskreis von 0,0071mm und für den KB-Sensor von 0,014 verwendet.

grüße
Reinhard Wagner

*) Unterschiedlich große Sensoren mit gleicher Auflösung und gleicher Sensortechnologie gibt es nicht. Sie sind eine physikalische Unmöglichkeit. Im konkreten Fall gibt es zum Beispiel keinen Kleinbild-BSI-Sensor, einen Vergleichssensor zu den Sensoren der OM-D-Serie gibt es also nicht.